Vormundschaft (ehrenamtlich)

Die wichtigsten Aufgaben eines/r ehrenamtlichen Vormunds/einer Vormünderin für eine*n minderjährigen Geflüchtete*n sind laut Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge:

– Rechtliche Vertretung
– Personensorge
– Vermögenssorge
– Sicherung und Schaffung von Bleiberechtsperspektiven sowie die Vertretung im asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren
– Unterstützung bei Familienzusammenführung und Familiennachzug
– Gesundheitsfürsorge
– Sicherstellung von Schul- bzw. Ausbildungszugang und Spracherwerb
– Beantragung erforderlicher Leistungen (bspw. SGB VIII)
– (Mitwirkung im Hilfeplanverfahren des Jugendamtes)

Im Vordergrund steht dabei stets das Kindeswohl. Diese Form der Vormundschaft ist ein Ehrenamt (Aufwandsentschädigung) und besteht in der Regel bis zur Volljährigkeit. Um auf die vielfältigen, verantwortungsvollen Aufgaben als Vormund vorzubereiten, bieten Nichtregierungsorganisationen und Vereine deutschlandweit Fortbildungen und Vernetzung für ehrenamtliche Vormünder von unbegleiteten, minderjährigen Geflüchteten an. Unter anderem das Berliner Projekt akinda, sowie die Caritas und andere Wohlfahrtsverbände.

Weiterführende Informationen:

– Vormundschaftsprojekte in ganz Deutschland (Stand 2015): http://www.b-umf.de/images/Liste_Vormundschaftsprojekte_2015.pdf