Asylverfahren

Einige Monate nachdem der Asylantrag gestellt wurde, bestimmt das BAMF ein Aktenzeichen und eine zuständige Außenstelle und informiert die zuständige Ausländerbehörde über die Antragstellung. Diese stellt bei einem persönlichen Termin die >Aufenthaltsgestattung aus, die als Nachweis über den rechtmäßigen Aufenthalt zur Durchführung eines Asylverfahrens die Duldung oder andere Bescheinigungen ersetzt.

Das BAMF informiert schriftlich über den Termin der >Persönlichen Anhörung, dem wichtigsten und entscheidenden Termin im Asylverfahren.

Vormünder*innen sollten das BAMF an dieser Stelle informieren welche Muttersprache das Mündel spricht, ob also ein*e Dolmetscher*in anwesend sein sollte und, mit einer kurzen Begründung, welches Geschlecht Dolmetscher*in und Anhörer*in haben sollten.

In der persönlichen Anhörung müssen die Jugendlichen überzeugend darlegen warum sie geflohen sind. Alle Beweise für Fluchtgründe und Verlauf (Facebook-Nachrichten, Bilder, Emails, Drohbriefe, etc.) sollten also im Vorfeld gesammelt und gesichtet werden, damit sie für die persönliche Anhörung vorliegen und ein stringentes Bild ergeben. Der Flüchtlingsrat Thüringen weist darauf hin, dass nicht alle Jugendlichen wissen, warum sie fliehen mussten. Manche werden ohne Begründung von Eltern oder Verwandten geschickt. In diesem Fall kann es sich empfehlen – falls keine anderen Gründe dagegen sprechen -, die Eltern der Jugendlichen zu kontaktieren bzw. die Jugendlichen aufzufordern diese Fragen mit ihren Eltern zu besprechen.

> Die Persönliche Anhörung

Weiterführende Informationen:

Kindgerechter Grafikfilm über das Asylverfahren: http://www.asylindeutschland.de/de/film-2/
Informationen des BAMF: http://www.bamf.de/DE/Fluechtlingsschutz/UnbegleiteteMinderjaehrige/unbegleitete-minderjaehrige-node.html