Alphabetisierung

Lese- und Schreibkenntnisse in der lateinischen Schrift sind Voraussetzung für Kommunikation,
Integration und Schulbesuch.

Die Alphabetisierung von schulpflichtigen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in deutscher Sprache erfolgt in der Regel in der Schule, in sogenannten Willkommensklassen, auch Alphabetisierungsklassen oder Förderklassen genannt. In diese Klassen werden neu zugewanderte Kinder, ganz unabhängig von Bildungsstand, Fluchthintergrund und Aufenthaltsstatus aufgenommen. Das Ziel ist es, die Kinder schnellstmöglich in Regelklassen zu integrieren. Gegebenenfalls bekommen sie dann weiterhin zusätzlichen Sprachförderunterricht. Kinder im Schulanfangsalter werden oft nicht gesondert unterrichtet, sondern gleich in die Regelklassen integriert.

Ob es gesonderte Klassen gibt, ist auch von den finanziellen, räumlichen und personellen Ressourcen der Schule und der Anzahl der geflüchteten, schulpflichtigen Kinder abhängig. Alphabetisierung, Sprachunterricht und Bildung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die nicht mehr der gesetzlichen Schulpflicht unterliegen, sind regional bzw. kommunal sehr unterschiedlich geregelt. In der Regel gibt es spezielle Kurse an Volkshochschulen bzw. öffentlichen Schulen.