Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus – was planen die Parteien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge?

Im September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Uns interessiert natürlich, welche Pläne die verschiedenen Parteien zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen haben. Wie werden die Kinder und Jugendlichen untergebracht? Wie soll der gestiegene Bedarf an Schul- und Ausbildungsplätzen gedeckt werden? Gibt es spezielle Therapieangebote? Bekommen ehrenamtliche Vormünder die Unterstützung, die sie brauchen? Diese und andere Fragen haben wir mehreren Parteien, die im September zur Wahl antreten, gestellt. Geantwortet haben bisher die Grünen, die Linke, die FDP und die SPD. Ihre Antworten haben wir im Folgenden versucht, zusammenzufassen.

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Gespräch mit der Staatssekretärin

Am 4. August 2016 hatten wir die Möglichkeit, mit der Berliner Staatssekretärin für Jugend und Familie der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sigrid Klebba, und mit Ingeborg Junge-Reyer zu sprechen. Frau Junge-Reyer ist in der Jugendverwaltung seit vergangenem Jahr zuständig für die Koordination der Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.

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Würzburg und die Folgen

Die Tat eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings aus Würzburg beschäftigt viele Menschen und wird in den Medien diskutiert. Wir möchten auf die Stellungnahme des Bundesfachverbandes Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, sowie auf einige Pressetexte aufmerksam machen, die differenziert über den Stand der Diskussion berichten, z.B. aus dem Spiegel: Junge Flüchtlinge – Auf der Suche nach Halt, oder: Würzburg und die Folgen: Menschlichkeit – unsere stärkste Waffe, aus der Süddeutschen Zeitung: Flüchtlinge und Helfer fürchten einen Stimmungsumschwung nach Würzburg, dem Tagesspiegel: Experten fordern bessere Betreuung junger Flüchtlinge in Berlin, Neues Deutschland: Gewiss ist nur die Tat, oder der taz: Angst vor dem Generalverdacht.

Foto: © Andrys / Quelle Pixabay

Wahlen in Berlin

JUNA e.V. hat im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2016 an mehrere Parteien einen Wahlprüfstein zum Thema unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge geschickt. Wahlprüfstein JUNA e.V.zu den Themen Aufenthalt, Unterbringung, Altersfeststellung, Vormundschaften und mehr.

Die Antworten der Parteien:
Antwort Die Linke.
Antwort Bündnis 90/Die Grünen
Antwort SPD
Antwort FDP

 

Foto: © sör alex / Quelle PHOTOCASE

Endlich am Start

Seit April 2016 ist JUNA ein anerkannt gemeinnütziger, eingetragener Verein und nun starten wir mit unserer neuen Webseite, die uns die Berliner Agentur „COXORANGE Kreative Gesellschaft“ gespendet hat. Danke vor allem an Malwina Senkiw für die schöne Gestaltung und überhaupt dafür, dass Coxorange unsere Vereinsarbeit unterstützt.

Wir werden noch viel an der Seite arbeiten, vor allem an dem geplanten Herzstück, der Wissensdatenbank für all jene, die sich ehrenamtlich für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge engagieren. Im ersten Schritt werden wir alle jene Schlagworte/Stichworte einstellen, zu denen wir fundierte Informationen und nützliche Links zusammenstellen wollen. Wir freuen uns über Vorschläge und Hinweise zu Themen und Begriffen, die unbedingt in die Wissensdatenbank aufgenommen werden sollen. Schicken Sie uns gern eine Mail an info@juna-ev.de , wir werden alles bedenken und uns anstrengen. Mit Hilfe von Spenden und Fördermitteln, die aber erst noch gefunden und beantragt werden müssen, wollen wir eine professionelle kleine Redaktion aufbauen, die sich laufend um den Aufbau und die Erweiterung der Wissensdatenbank kümmern wird.

SEEFEUER

Am 28. Juni 2016 hatte im Berliner Filmtheater am Friedrichshain (FAF) der Film „SEEFEUER“ Premiere. Der italienische Dokumentarfilm von Gianfranco Rosi hat den „Goldenen Bären“ 2016 bekommen und das zu Recht.

Hier steht die Nachricht aber vor allem deshalb, weil unser Vereinsmitglied, Knut Elstermann, manchmal auch der „Kino-King von Radio Eins“ genannt, durch den Abend geleitete und im Anschluss an die Filmvorführung ein berührendes Gespräch mit dem Regisseur und Vertretern von SOS Mediterranee, amnesty international und der UNHCR führte. Das Honorar spendete Knut Elstermann für JUNA e.V., wofür wir ihm danken und worüber wir uns freuen.

Foto: © Rico Prauss / Quelle prauss.net